SVE siegt 0:1 in Woltersdorf
Von Jannik Siegemund
Zu ungewohnter Spielzeit fand am Samstag in Woltersdorf ein ganz schweres Auswärtsspiel statt. Woltersdorf stellt mit Abstand die beste Offensive der Liga (72 Tore) und schielt noch auf einen der drei Aufstiegsplätze. Für uns ging es darum, unsere erfolgreiche Serie auszubauen und Druck auf Ilmenau auszuüben. Mit Christof Gatzka und Julian Hänel fehlten uns heute zwei kopfballstarke Spieler, dafür konnte Abbas Sharba erneut aushelfen und seinen zweiten Einsatz für den SVE feiern.
In der Anfangsphase ging es direkt heiß her. Ein Woltersdorfer Spieler kam nach deutlichem Kontakt mit Petru Borlan in unserem Strafraum zu Fall, doch der Schiedsrichter entschied nicht auf Strafstoß. Der Angreifer suchte das Foulspiel nach Geschmack des Unparteiischen wohl etwas zu sehr. Direkt im Gegenzug wurde Petru lang geschickt, seine tolle Hereingabe versenkte Leo Grams zum 0:1 (8. Minute). Sowohl die Spieler der Heimmannschaft als auch die Zuschauer sahen von nun an den Schiedsrichter als ihren Hauptgegner. Jede Aktion wurde kommentiert, was uns natürlich in die Karten spielte. Im Laufe der ersten Halbzeit sollte die Situation noch schlimmer werden. Nach einer unnötigen Grätsche von Florian Hoffmann verlangte Woltersdorf erneut einen Elfmeter. Aus der Sicht des Autors traf Hoffi den Gegenspieler nicht, auch wenn es sehr knapp war. Im Anschluss sah Torjäger Marten Gehrke (bis dato 24 Tore) nach Meckern die gelb-rote Karte und auch der Trainer flog vom Platz. Leider konnten wir unsere zahlenmäßige Überlegenheit vor der Pause nicht nutzen. Unter anderem scheiterte Pascal Lakomski mit einem Kopfball aus kurzer Distanz.
Nach der Pause kam Woltersdorf mit Wut im Bauch aus der Kabine. Trotzdem kamen wir zu besten Gelegenheiten. Robin Wanke scheiterte nach schönem Zuspiel frei vor dem Torwart und Jannik Siegemund setzte einen Heber ganz leicht neben das Tor. Wir warfen alles in die Zweikämpfe, ließen aber leider immer wieder gute Standards zu, bei denen die Heimmannschaft besonders gefährlich ist. Bis zur letzten Minute mussten wir zittern. Doch Woltersdorf konnte mehrere gute Gelegenheiten nicht nutzen, entweder vergaben sie beste Chancen oder wurden kurz vor dem Abschluss geblockt.
An diesem Tage hatten wir das Glück des Tüchtigen. Wobei man auch klar sagen muss, dass drei Kann-Entscheidungen zu unseren Gunsten ausgelegt worden sind. In der Hinrunde liefen solche Szenen konstant gegen uns. Nun sind wir mal auf der anderen Seite. Kommende Woche werden wir erneut ein wenig Glück benötigen. Am Sonntag empfangen wir den starken TSV Wriedel, Anpfiff ist um 15 Uhr am Königskamp.
Die bisherigen Torschützen:
Petru Borlan 5 Tore
Christo Bartelt 5 Tore
Pascal Lakomski 5 Tore
Julian Hänel 4 Tore
Maximilian von der Ohe 4 Tore
Leo Grams 4 Tore
Kevin Kämpfer 3 Tore
Jonas Fesel 2 Tore
Tim Hänel 2 Tore
Jan-Ole Schulz 2 Tore
Marcel Duisterwinkel 1 Tor
Robin Wanke 1 Tor